Autoren: Wolfgang Radermacher, Ulrich Simon, Dieter Wolf.

168 Seiten, 49 schwarzweiße und 4 farbige Abb. Geb. Euro 17,00.

Herausgeber: Gemeinde Waldsolms und Arbeitskreis „800 Jahre Weiperfelden“, 2007.

Einen umfassenden Überblick über die ältere Geschichte von Weiperfelden bis hin zum Beginn des 2. Weltkrieges gibt der Butzbacher Museumsleiter Dieter Wolf. Da nach der Ersterwähnung von Weiperfelden im Jahre 1207 weitere Zeugnisse aus früheren Zeiten der nur wenige Hütten umfassenden Gemeinde fehlen oder nur dürftig vorliegen, zieht er bei seinen Schilderungen die frühe Geschichte des Umlandes – der südlich gelegenen „Hohenweiseler Mark“ und der nördlich gelegenen Rodungsherrschaft Cleeberg – zum Vergleich der Entwicklung heran. Von Interesse sind dabei auch die Geschichte des in der Nähe gelegenen, schon früh untergegangenen Fronhofes „Villenberg“ und der im Jahre 1531 aufgegebenen Wallfahrtskirche „Mariazell“.
Weipferfeldens Chronist Wolfgang Radermacher führt das Heimatbuch mit Schilderungen aus der Geschichte nach dem 2. Weltkrieg, dem Bergbau, Kirchen- und Schulwesen sowie den „Landgängern“ weiter.
Von einer Postkutschenreise im Jahre 1837 in die Schweizer Alpen berichtete in der Schulchronik der Weiperfeldener Lehrer Conrad. Lebensverhältnisse zur Zeit des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71, zu Beginn des 1. Weltkrieges und nach dem Ende des 2. Weltkrieges vermitteln Erlebnisberichte alter Weiperfeldener Bürger.
Ein besonderes Kapitel des Buches ist der Geschichte von 22 Weiperfeldener Familien aus den letzten 200 Jahren gewidmet. Neben Alteingesessenen werden hier auch Familien vorgestellt, die erst im 20. Jahrhundert zugezogen sind oder als Vertriebene hier eine neue Heimat gefunden haben.

Die Chronik von Weiperfelden ist bei der Gemeinde Waldsolms erhältlich.