Die Arbeit ist getan, alle sind froh und zufrieden. Erika und Anni haben noch Getreidehalme für einen Erntestrauß in den Händen.
Nun gibt es das verdiente Frühstück. Trotz der langen und schweren Arbeit wurde nur eine Pause zur Mittagszeit gemacht. Für die Ernte eines Ackers von der Größe eines Morgens (25 Ar) brauchte man einen ganzen Tag. So üppig wie heute war das Essen früher aber nicht. Es gab genug Brot, Butter, Hausmacherwurst, selbst gemachten Hand- und Kochkäse, vielleicht noch Marmelade oder Hoingk. Dazu trank man Kaffee (Malzkaffee = Muckefuck) aus kleinen Emailbechern. Der Kaffee war in einer großen Emailkanne wie auf dem Bild. Alles wurde auf einem sauberen Tuch ausgebreitet. Jeder nahm auf einer Garbe Platz und aß bis er satt war.
Die Kleinen Kinder wurden früher immer mit aufs Feld genommen, die Schulkinder kamen nachmittags hinzu. Hier sitzen zwei im Hausten und spielen Verstecken.