aufgezeichnet von Wolfgang Rademacher

Die Ausbeute an historischem Material über das Schulleben in Weiperfelden bis 1800 ist sehr gering. Ich hoffe aber, mit den nachfolgenden dokumentarischen Ausführungen etwas Licht in die Vergangenheit unserer Schule zu bringen.

 Dem nun folgenden Text – er orientiert sich direkt an der Chronik – kann man entnehmen, wie sich die deutsche Sprache im Laufe der Jahrhunderte verändert und entwickelt hat. Der Originaltext aus dieser Zeit ist oft recht schwer verständlich, es handelt sich hierbei teilweise um wörtliche Zitate. 

Vorgeschichte

Die Veranlassung, eine Schule in Weiperfelden zu bauen, gab Pfarrer Johann Heinrich Gebhard in einem vom 9. April 1697 datierten Bericht an die Landgräfin Elisabeth Dorothea. In diesem Brief schrieb der Pfarrer aus Hoch-Weisel folgendes: „In Weiperfelden ist ein rohes und wildes Wesen, sonderlich unter der Jugend. Die Kinder wachsen in die Höhe, werden 12 bis 15 und mehr Jahre alt und wissen nichts Rechtes von Gott, kommen in keine Schul, lernen keinen Catechismus nochsonsten etwas, dass auch allweil etliche Kinder da sind, die bis 16 Jahre alt, aber so incapabel (unwissend), dass ich sie nicht confirmieren kann. Unter den Alten ist’s auch schlecht genug, die Leute sind in ihrer Jugend auch also versäumet, können meistenteils nicht lesen und also in ihrem Christentum übel fundiert. Sie kommen wohl Sonntags in die Predigt aber langsam in die Kinderlehre, gar keine Wochenpredigten, da der Ort 2 Stunden von hier (Hoch-Weisel) entfernt ist und im Winter bei großem Schnee können sie oft zu keinem Gottesdienst auf Sonntag kommen. Nun habe ich erheischenden Pflichten nach, die Sache mehrmals überlegt, wie sie zu ändern und die Jugend sonderlich besser anzuführen sei. Ich habe auch aus dem Almosen vielmals den armen Kindern zu Kleidern, Büchern und dergleichen geholfen, damit sie nach Bodenroth zur Schule gehen sollten und überdass den Schullohn für sie entrichtet. Es will aber nichts verfangen, die Schule ist ihnen auch weit, die Kinder sind schlecht bekleidet und können im Winter, da die Dorfschulen am besten gehalten werden, wegen Kälte und Schnee nicht fortkommen.“

Pfarrer Gebhard war der Überzeugung, dass „auf keine andere Art geholfen werden“ könne, als dass man eine Schule an dem Ort aufrichte und einen eigenen Schulmeister hinsetze, der die Jugend besser anführe und auch den Alten an gewissen Tagen eine Betstunde halte. 

Die Landgräfin ging auf die Vorschläge Gebhards ein. Es wurde alsbald mit dem Bau des Schulhauses begonnen. Am 23. November 1697 erfolgte die feierliche Einweihung und die Einführung des ersten Lehrers Andreas Liebig – bisheriger Lehrer von Bodenrod. Am 30. September 1698 schrieb Pfarrer Joh. Heinrich Gebhard zu Hochweisel an die Landgräfin: „Der Schulbau zu Weiperfelden hat 140 fl. = Gulden gekostet; der Ausbau der oberen Stube zum Kirche halten würde noch einmal 20 Gulden kosten.“

Die Geschichte der Weiperfelder Schule

Mit der Schulstelle in Weiperfelden wurde bei ihrer Gründung „Lektorendienst“ verbunden, d. h. der Lehrer der angenommen wurde, verpflichtet sich gleichzeitig, „an gewissen Tagen eine Betstunde zu halten.“ 

 Inzwischen – man schrieb das Jahr 1733 – hatten sich die Zeiten geändert. Weiperfelden brauchte eine größere Schule und die Grafen und Fürsten waren nicht immer bereit, Geld locker zu machen, so wurde in eine Sammlung Hoffnung gesetzt. So wendete sich der Bürgermeister und die ganze Gemeinde Weiperfelden am 19. Mai 1733 an den Konsistorium-Direkor: „Wir erbitten ein Sammel-Patent für Johann Mayer, der für die Erweiterung unseres vor 30 bis 40 Jahren gebauten Schulhauses, das zu klein geworden ist, freiwillig Geld sammeln will.“

 Schuhmacher Mayer, der sich sicherlich auf die Walz begeben wollte – Handwerker gingen von Ort zu Ort und boten ihre Dienste an – hatte die Absicht, gleichzeitig Geld für die Erweiterung des Schulhauses zu „betteln“ was er nur auf Grund dieses Sammelpatentes durfte. Er begab sich auf eine abenteuerliche Reise, wanderte von einer Gemeinde zur anderen bis schließlich nach Königsberg in Ostpreußen, fast an der russischen Grenze. Das muss man sich einmal vorstellen, es gab ja damals weder Eisenbahn noch Auto, ja noch nicht einmal das Fahrrad war erfunden. Nur Begüterte konnten sich ein Pferd oder gar eine Kutsche leisten.

 Nun muss es wohl mit dem gesammelten Geld eine eigene Bewandtnis gehabt haben, denn am 18.06.1737 schreibt Pfarrer Peter Nebel zu Hoch-Weisel an das Konsistorium wegen des Kollektensammlers Mayer, dass er die Gelder zu seinem eigenen Nutzen verwandt habe. Am 19. November 1739 zitierte man Mayer vor das Konsistorium, weil er ein Pferd und Pelzwerk für die Kollektengelder gekauft und 200 fl (Gulden) an arme Untertanen ausgeliehen habe. Am 25. November des gleichen Jahres antwortete Joh. Mayer: „Im Jahre 1731 wurden darüber beratschlagt, unsere zu klein gewordene Hauskirche zu erweitern. Die Gemeinde ist sehr arm. So bot ich mich an, Kollekte zu sammeln. Ich bin bei der Abrechnung nichts schuldig geblieben. Bei einer Reise war ich in Königsberg in Preußen 22 Wochen lang krank, deshalb musste ich die Kollekte angreifen.“

 Es muss ein erbitterter Rechtsstreit gewesen sein, denn die Nachfahren des Joh. Mayer mussten später das Wohnhaus ihres Vaters zurück ersteigern, das zur Zahlung eines starken Rückstandes an den zum Kirchenbau erhobenen Geldern angegriffen worden war.
Sie konnten es für 80 Gulden wieder an sich bringen, konnten aber nur 38 Gulden bezahlen. Also verpfändeten sie das Haus für 42 Gulden (mussten also eine Hypothek aufnehmen), wofür sie eine jährliche Verzinsung von 2 Gulden versprachen.
Wie die Angelegenheit mit der Kollekte und dem Kirch-/Schulbau ausging, ist leider nirgendwo festgehalten. Fest steht nach mündlicher Überlieferung, dass die Hausschule mit Betsaal in den jetzigen Gärten der Familien Kemmler und Ludwig, also zwischen der Solmsbachstraße und dem Philipseck gestanden haben soll (im Volksmund heißt es noch „Im Schulgarten“). Obwohl auch manchmal von einer Kapelle berichtet wird, wurde der Gottesdienst laut Schulchronik im Betsaal des Schulhauses abgehalten. Zu dem Inventar über das Gesamtvermögen der Kapelle zu Weiperfelden heißt es am 25. April 1831 von einer 2 Zentner schweren Glocke im Turm.

 Um 1731 erhielten die Schulmeister, damals auch Schuldiener genannt, von Weiperfelden, Maibach und Bodenrod zusammen jährlich 70 Gulden Lohn. 

 Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wollten sich die Brandoberndorfer (Oberndorffer) von ihrem Lehrer trennen. Es war damals Lehrer Walter aus Fauerbach. Er trank und schlug seine Frau. Aber aus dem Tausch wurde nichts, der Cleeberger Baumeister Fabricius ordnete an, dass Walter weiter in Oberndorff im Dienst bleiben solle.

 Die Ausbildung der Lehrer war damals sehr dürftig. Die wenigsten waren auf einem Seminar oder auf einer Akademie. Viele hatten nur eine Klosterschule besucht oder ein Pfarrer hatte ihnen, wenn sie ein wenig Talent hatten, lesen, schreiben und rechnen beigebracht. So wurden sie dann auf die Kinder losgelassen. Das Schlagen der Kinder war an der Tagesordnung. Dabei mussten die Kinder noch bis in die Nacht schwer arbeiten. Besonders auf dem Land in der Landwirtschaft. In der Erntezeit mussten sie zu Hause bleiben und bei der Ernte helfen. In der Schule kamen sie dann natürlich nicht mit und wurden bestraft. Erst 1820 in Nassau gab es Schulpflicht und der Schulbetrieb wurde geregelt.

 Aus der Schulchronik von Weiperfelden

Die Weiperfelder Schulchronik geht zurück bis zum Jahr 1820. Dass es auch davor schon eine Schule in Weiperfelden gab, beweist die Tatsache, dass 1820 das alte Schulgebäude – es stand in den Gärten zwischen dem Haus Ludwig und dem Haus Wissig an der jetzigen Solmsbachstraße – schon alt und baufällig war. Auch wurde in einem Rechnungsbuch der Gemeinde Weiperfelden aus dem Jahre 1790 ein Schulmeister Gräulich aus Weiperfelden erwähnt. Dieser versah seinen Dienst wahrscheinlich bis 1803. Zu dieser Zeit wurden die Lehrer Schulmeister oder Schuldiener genannt.

Vor 1820 war die Besoldung der Lehrer – wie Schuldiener Weygandt festgehalten hat – wie folgt geregelt: 

  1. Von jedem Gemeindemann jährlich 2 Maßen Korn, sodann 13 kr. Schulgeld je Schulkind
  2. Aus der Klause jährlich 30 fl zur Besoldung.
  3. Aus dem Rathaus zu Butzbach jährlich letzten März 10 fl.
  4. Auf den zehnten Samstag von der Armenstiftung zu Butzbach jährlich 21 fl.
  5. Jährlich von einem Gemeindemann auf Ostern und Weihnachten 1 Laib Brot.
  6. Aus der Armenstiftung zu Hochweisel jährlich 5 Maßen Korn und etliches an Geld.
  7. Zwei Stück Rindvieh und zwei Schweine hat der Schuldiener in allen frei; auch die Eichel- und Buchenmast.
  8. Jährlich zweimal Loos Holz und die übrigen Waldläge wie ein Gemeindemann.
  9. Vom Klause oder Schulgarten zum Gebrauch und ohne Entgeltung.
  10. Eine Wiese – Maria Gezell genannt – hat der Weiperfelder und der Bodenröder Schuldiener gemeinschaftlich zu genießen. Noch eine Wiese in der Rembach, welche aber schon 12 Jahre nicht benutzt ist geworden.
  11. Freie Wohnung, unter anderem müssen die Kinder bei Vor- und Nachmittagsschule Scheiter mitbringen.

Ab 1820 wurden dann die Schulen in Nassau, also auch in Weiperfelden, von der Herzoglichen Regierung „gefördert“ und die Lehrer teilweise von Seiten des Staates entlohnt, wobei die Unterstützung mit Naturalien durch die Eltern der Kinder wahrscheinlich weiterging.

Bis 1848 wurde eine Industrie-Schule geführt. So wurde z. B. 1829 Folgendes hergestellt: „Gestrickt wurden 8 Wärmer, 12 Ärmel für Wärmer, 48 neue Strümpfe, 30 angestrickte Strümpfe, 10 Strumpfbänder, 3 Hosenträger und 15 Handschuhe.“ Geführt wurde dieser Unterricht von einer Frau Althenn. Sie bekam im Jahr neun Gulden für diese Arbeit und musste auch den Schulraum säubern.

Häufig erwähnt wurde auch die kleine Baumschule, in der besonders der gute und viel gelobte Lehrer Conrad von 1832 bis 1840 Gutes geleistet haben musste. 

Erwähnt wird auch immer wieder die Baufälligkeit der Schule, in der sich eine Betstube befand. 1883 wurde daher das Schulgebäude wegen Baufälligkeit von Amts wegen geschlossen und die Gemeinde mietete ein Zimmer in dem Haus des nach Amerika gezogenen Ph. Wissig. Es war ungefähr 4 m lang und 3,5 m breit sowie 2 m hoch. In diesem 14 m² großen Zimmer wurden dann 24 Kinder unterrichtet. Erst als Lehrer Stahl (von 1880 bis 1883) 1884 an einer Lungenentzündung starb – sei es wegen der zugigen Schule oder wegen der schlechten Wohnung – wurde 1885 die neue Schule gebaut und am 8. November 1885 eingeweiht und bezogen. Kurz darauf kam dann die Familie Ph. Wissig aus Amerika zurück und bezog erneut ihr Haus. Dieses Haus steht noch heute.

Berichte der Lehrkräfte

Überhaupt hatte die Weiperfelder Schule im vorigen Jahrhundert bei den Lehrern einen schlechten Ruf. Sei es wegen der Einsamkeit oder wegen der schlechten Wege, denn Straßen gab es ja damals noch nicht. Wollte man in das nächste Dorf, so musste man sich mühsam über einen Pfad oder einen holprigen Wald- oder Feldweg quälen. Die Wohn- und Schulverhältnisse waren nicht die besten. Vielleicht kam auch hinzu, Weiperfelden war ein kleines Dorf mit wenigen Einwohnern und die Lehrer waren von den Gaben der Eltern (Lebensmittel und dergl.) abhängig, dass eine Lehrstelle in Weiperfelden nicht gerade als erstrebenswert galt. Deshalb möchte ich noch einiges niederschreiben, was die Lehrer so bedrückte.

 Der von 1832 bis 1840 in Weiperfelden tätige Lehrer Conrad schrieb vor seinem Antritt folgendes nieder: „Für mein langes Warten glaubte ich mich mit dieser Stelle hinlänglich entschädigt zu sein, allein mir gefiel es hier bei dem ersten Anblick so wenig, dass ich mich in Rücksicht auf meine eigene Wahl aufgefordert fühlte, diese Stelle nicht anzunehmen und die hohe Landesregierung um eine andere zu bitten. Dies geschah. Da ich aber nicht nur eine abschlägige Resolution erhielt, sondern mir auch noch zugleich eröffnet wurde, dass ich auf jede andere Anstalt Verzicht leisten müsse, sofern ich mich nicht unverweilt nach Weiperfelden begeben würde. So wurde ich gemäß dem Beschluss der hohen Landesregierung freilich mit größtem Widerwillen Lehrer in Weiperfelden.“

 Lehrer Roth bemerkte 1840: „Als mir Herr Schulrath Schellenberg in Idstein bekannt machte, dass ich nach Weiperfelden soll, fiel mir schon das Herz in die Schuhe, denn diese Schulstelle war mir schon vor langer Zeit von unangenehmer Seite geschildert worden. Herr Schulrath sagte mir und tröstete mich, ich könne eher nichts sagen, bis ich selbst alles angesehen habe. Hierauf ging ich mit betrübtem Herzen hierher. Es konnte mir nicht gefallen, als der herrliche Schulgarten. Ich wollte diese Stelle ausschlagen, allein der Schulrath und der Schulinspektor Stöckicht versicherten mir, dieses könne nicht geschehen.“

 Lehrer Richard Scholl vermerkte bei seinem Amtsantritt in der Weiperfelder Schule folgendes in die Chronik: „Den 7. Mai im Jahre des Heils 1869 zog ich den Abend um 10:00 Uhr hier ein. Mit welchen Gefühlen wird nur der wissen, der sich jemals in solchen Verhältnissen gefunden.“

 Karl Stahl stellte 1880 folgenden Bericht zusammen (Lehrer Stahl starb am Karfreitag 1884 an den Folgen einer Lungenentzündung): „Von meinem Onkel, der sich bei der Königlichen Regierung erkundigte, bekam ich alsbald die Nachricht, dass ich nach Weiper… – Oh Schrecken – Weiperfelden angestellt sei. Für einen Fieberkranken kann nichts abkühlender wirken als diese Nachricht auf mich wirkte. Wollte man während meiner Seminarzeit einen Kameraden foppen, so hieß es: ‚Du kommst nach Weiperfelden, anderswo bist du untauglich.’“

Sein Nachfolger Wilhelm Schmidt (1883 – 1887) hielt folgendes fest: „Nach der Abschlussprüfung war wohl jeder Seminarteilnehmer neugierig, welche Stelle er bekäme, denn alles nur nicht Weiperfelden. So traf mich dann endlich das Glück, dass ich hierher versetzt wurde. Wie es mir in die Glieder gefahren ist, mag sich ein anderer denken, ich habe keine Lust mehr dazu. Doch es war ein Gedanke, der mich hierher gehen ließ: Wer ausharrt, wird gekrönt werden.“ Später schrieb er: „Doch ist mir der Aufenthalt in Weiperfelden manchmal sehr einförmig und einsam vorgekommen. Ich deshalb von Zeit zu Zeit eine Freude außerhalb der Einsamkeit zu genießen gesucht, wo sie mir auch manchmal zuteil wurde. Denn hier ist nicht viel zu wollen. Wie manche sind freundlich und schmeicheln, aber hinten kratzen sie. Wohl habe ich noch keinen Grund, mich gegen solche Katzen zu beklagen.“

Schriftstellerisch veranlagt schien Lehrer Moritz Wendal (1906 – 1912) gewesen zu sein: „Aus dem geselligen Leben in die Einsamkeit! Wie verbannt komme ich mir vor. Am Abend vor meiner Amtseinführung kam ich bei Sonnenuntergang von der Espaer Höhe herunter. Der untergehende Feuerball schien mir ein Sinnbild meiner Lebensfreude, der die herüberströmende Abendglocke das Grablied sang. Viele unglückliche Stunden habe ich in dieser Einsamkeit verlebt.“ Später schrieb er dann: „Gute und böse Menschen gibt es überall; nur eins möchte ich noch für meine Nachfolger hinzufügen: Unten am Bache wohnen böse Disteln, äußerlich eine schöne Blüte entfaltend, aber bei der Berührung stechen sie so empfindlich und mit so niederträchtigen Stacheln, das man nur mit Glacé die Lanze führt.“ Zum Schluss fügte er noch hinzu: „Ade, liebes Weiperfelden, das Böse habe ich vergessen, das Gute bewahrt mein Herz bis an mein Grab. Leb wohl stilles Walddörfchen, im Sommer warst du mein Paradies, im Winter meine Hölle.“

 Viele Lehrer, die längere Zeit ihr Amt in Weiperfelden ausführten, hatten dann doch Dorf und Leute lieb gewonnen. Der von 1825 bis 1832 amtierende Lehrer Ludwig Wagner schrieb in die Schulchronik: „In den sieben Jahren sind mir in der Führung meines Amtes keine besonderen Hindernisse oder Unannehmlichkeiten zugestoßen. Das Unangenehme, welches ich hauptsächlich in den ersten Jahren erfahren habe, beschränkte sich auf meine häuslichen Angelegenheiten. Später wurde meine Lage angenehmer.“

 Lassen wir noch einmal den uns schon bekannten Lehrer Conrad zu Wort kommen: „Die Ernte der Sommer- und Winterfrüche sowie des Obstes waren befriedigend. Freilich wird hier auch in einem reichen Jahr wenig geerntet, allein die Menschen sind hier in ihrer Armut genügsam und zufrieden und dieses macht sie reich.“

 Lehrer Gail, von 1911 bis 1914 in Weiperfelden tätig, bemerkte: „Viel Liebe durfte ich erfahren und viel Anhänglichkeit.“

 Der spätere Schulrat, Wilhelm Maurer aus Brandoberndorf war 1918 Lehrer in Weiperfelden: „Meinem Nachfolger möchte ich die Kinder ans Herz legen, es sind prächtige junge Menschen, fast alle Waldkinder, von dem guten alten Holz, aus dem die Väter waren, unangerührt und unangetastet von freiheitslüsternen, kränklichen Ideen. In Weiperfelden sind immer stramme Lehrer gewesen. Ich empfehle meinem Nachfolger das Elternhaus.“

 Die Ausführungen seines Nachfolgers lauten: „Ungern verlasse ich das traute Dörfchen. Wie schön war mein Verhältnis mit sämtlichen Dorfeinwohnern, ohne Ausnahme! Wie schön war das Verhältnis vor allen Dingen mit den lieben Kleinen. Es sind doch echte deutsche Kinder. Fast alle haben sie blaue Augen und helles Haar; es bereitete mir jedes mal Freude über die Klasse zu sehen. Und nun verlasse ich das mir lieb gewordene Dörfchen.“

 Interessant ist die Niederschrift von Dr. Johann Rebholz (1935 – 1938): „Nun ein Wort über die in der alten Chronik von 1820 bis 1912 ständig wiederkehrende Klage unserer Vorgänger, gerade nach dem verlassenen Dörfchen Weiperfelden verschlagen worden zu sein. Diese Melancholie mochte früher tatsächlich berechtigt gewesen sein. Heute aber im Zeitalter der Eisenbahn, des Postautos, des Rundfunks und – wenn es gut geht – vielleicht sogar des eigenen Autos ist Weiperfelden der großen Welt ebenso nahe gerückt wie irgendein Dorf des Westerwaldes, Hinterlandes, des hohen Taunus oder gar der Kemeler Heide. Meine beiden Vorgänger fühlten sich, wie sie mir selbst erzählten, hier außerordentlich wohl und gingen beide nur ungern von hier weg.“ Das zeigt, dass das Dörfchen Weiperfelden seit 100 Jahren einen ungewöhnlichen Aufstieg von Ärmlichkeit zu einem geordneten finanziellen, schuldenlosen Wohlstand genommen hat. Und zum Abschied am 1. April 1938 schrieb er: „Ich scheide nicht ohne Wehmut von dem friedlichen Dörfchen, wo ich die sorgloseste und unbeschwerteste Zeit meines Lehrerdaseins zugebracht habe. Dankbar werde ich stets an die freundliche und doch auch zurückhaltende Art denken, in der die Weiperfeldener mir wie auch allen ihren Lehrern gegenübergetreten sind. Viel Liebe und Vertrauen habt Ihr mir alle geschenkt. Lebt wohl, ihr lieben Kinder, leb wohl, du stilles herrliches Walddörfchen.“

 Die Schulchronik über den Schulbetrieb

 Die Schulchronik gibt aber auch Auskunft über den eigentlichen Schulbetrieb. Von 1820 bis nach dem 1. Weltkrieg wurde jährlich eine Frühjahrs- und eine Herbstprüfung abgehalten. Einen Ausschnitt aus der Frühjahrsprüfung von Lehrer Roth aus dem Jahre 1841 möchte hier hier niederschreiben:
„Die Frühjahrsprüfung wurde den 11. Mai von Herrn Schulinspektor Stöckicht aus Usingen abgehalten. Durch den Besuch mehrer Freunde wurde mir die Freude dieses Festtages sehr erhöht. Es waren außer dem Herrn Pfarrer Schellenberg aus Cleeberg, dem Schulvorstand, Schultheis Haub und Heinrich Weil noch anwesend: Die Lehrer Anthes aus Eschbach, Steinhäuser aus Ansbach, Thun aus Brandoberndorf, Seibert aus Cleeberg am 4. Oktober. Resultat der Frühjahrsprüfung (Neun kamen die Bewertungen): Der Lehrer Roth hat diese erste Prüfung recht brav bestanden! Stöckicht.“

Nach der Frühjahrsprüfung wurde eine sehr brave Schülerin, Katharina Hofmann, aus der Schule entlassen und acht neue Schüler, fünf Knaben und drei Mädchen mit dem Anfang des neuen Schuljahrs in dieselbe aufgenommen. Die Hauptkonferenz fand den 25. August 1841 statt. Am Schlusse dieses Festes wurde die Versteigerung der Bücher des früheren Lesezirkels vorgenommen.

Auch Abendschule wurde im Wintersemester 1841 regelmäßig gehalten. Sie fand dienstags, freitags und sonntags von 6 – 8 Uhr abends statt und wurde von neuen Schülern besucht. Weiperfelden hatte also – nach Lehrer Roth – 1841 eine Schulkinderzahl von 43, die in vier Klassen aufgeteilt waren, bei einer Einwohnerzahl von 192. 1937 besuchten genau 11 Kinder die Volksschule in Weipefelden bei 93 Einwohnern. 1982 gingen 19 Kinder nach Brandoberndorf und Braunfels zur Schule bei 165 Einwohnern.

 Erstaunlich ist die Tatsache, dass gerade in der Zeit von 1820 bis 1870 der Schulbetrieb regelmäßiger war, als zum Beispiel zwischen 1914 bis 1950, denn vor 1870 gab es keine monatelangen Unterbrechungen, wie es gerade vor 1950 der Fall war.

 In diesem Zusammenhang schrieb Lehrer Schüler bei seinem Antritt 1940 folgendes nieder: „Ich fand in der Schule Weiperfelden einen Leistungsstand vor, wie er nur aus einer Reihe unglücklicher Umstände zu erklären war. Da die Schule nur über eine kleine, eben für einen Junggesellen ausreichende Dienstwohnung verfügt, wirkt seit der Versetzung des langjährig hier tätigen Lehrers Peters nun bereits schon die dritte Lehrkraft seit 1935 in Weiperfelden. Schon vor dem Krieg wurde die Schularbeit wiederholt durch wechselseitige Vertretungen zwischen Espa und Weiperfelden unterbrochen, weil die beiden Lehrer längere militärische Übungen ableisten mussten. Vorübergehend waren sogar beide Schulstellen verwaist. Dass unter den angeführten Umständen bei den noch eben mittelmäßigen Schülern die Fertigkeiten und Kenntnisse auf einen bedenklichen Stand absinken mussten, war allzu natürlich.“

Zu diesem Thema äußerte sich auch Frau Anna Oppolzer, eine Lehrerin aus dem Sudetenland und von 1946 bis 1950 in Weiperfelden: „Voller Freude stürzte ich mich ans Werk. Im Wissen der Kinder waren große Lücken entstanden. Monatelang war kein Unterricht gewesen; nach Kriegsende zweimal wöchentlich je 3 Stunden! Ich wusste nicht, wo ich zuerst beginnen sollte. Die ersten Wochen konnte ich mir keine Singstunde, selten nur eine Zeichen- oder Turnstunde leisten. Lesen, Schreiben und Rechnen waren das Notwendigste. Die willigen und aufmerksamen Kinder lernten fleißig.“

 1954 wurde ein recht hübsches Lehrerwohnhaus gebaut. Am 1. Februar 1958 wurde die neue Schule eingeweiht. Die fertige Schule dürfte rund DM 70.000,– gekostet haben, doch war diese Zahl noch nicht endgültig. Sie kostete somit 10 mal mehr als die alte Schule. Sieben Jahre nach ihrer Einweihung am 31. März 1965 wurde die Weiperfelder Schule geschlossen, da die Kinder seit dieser Zeit die Mittelpunktschule in Brandoberndorf besuchen. Das Schulhaus wurde umgebaut und fungiert seit 1966 als Dorfgemeinschaftshaus.

 Der letzte Weiperfelder Lehrer, Hans Joachim Runge, leitete 10 Jahre die Schule und wurde schließlich nach Cleeberg versetzt. Auch die Schulchronik endet vorläufig mit diesem Datum. Sie wurde 145 Jahre lang geführt – von 1820 bis 1965. Bis 1946 wurde sie in deutscher Schrift geschrieben. Die Jüngeren können heute diese Schrift kaum mehr lesen, da sie an den Schulen nicht mehr gelehrt wird und es werden immer weniger, die sich darauf verstehen. Die Einträge von 1888 bis 1910 fehlen. Aus diesem Grund schrieb Lehrer Wendal 1911 in die Schulchronik: „Etwas Unerhörtes ist es wohl, dass dieser Chronik Fortsetzungen abhanden gekommen sind. Die Weiterführung dieses Buches soll – wie ich von Kollegen aus der Nachbarschaft erfahren habe – sehr interessante Beiträge durch einen meiner Vorgänger erhalten haben. Die große Lücke, die durch jenes entwendete Buch entstanden ist, suche ich durch die Namen der betreffenden Herren notdürftig auszufüllen. Nach Herrn Kohl sind noch hier gewesen: Herr Lehrer Schneider, Schliffer, Eckart und Schäfer. Zu Eckarts Zeiten ist die genannte Fortsetzung noch da gewesen. Ich habe sie nicht mehr angetroffen.“

Die Schulchronik über das Wetter, den Krieg und andere außergewöhnliche Begebenheiten

Die Schulchronik berichtet aber nicht nur über die Schule als solche, sie gibt auch Auskunft über außergewöhnliche Begebenheiten, das Wetter oder den Krieg, Ereignisse also, die den Ort und die benachbarte Umgebung interessierten.

 So schrieb beispielsweise Lehrer Conrad 1834 über die Auswanderung: „Besonders bemerkenswert erscheint mir die Auswanderungssucht, die im verflossenen Jahr um sich griff. Tausende unserer deutschen Mitbürger verließen ihr Vaterland um in dem allgemein gepriesenen Nordamerika ihr Heil zu suchen. Zu Bedauern ist es, dass so viele die Mühe und Beschwerden einer so gefahrvollen Reise außer acht lassen und dadurch den Journalisten Stoff geben, die öffentlichen Blätter mit Unglücksbotschaften zu füllen. Die Auswanderung nahm solche Formen an, dass sich laut Dorfzeitung bis Ende Juni 1834 allein 60.000 Deutsche in Bremen einschifften. Ob in der Neuen Welt für sie wirklich das gehoffte Glück zu finden ist, soll hier nicht beurteilt werden. So viel ist aber gewiss, dass es die Wenigsten finden. Ich habe zwar noch vor kurzem Briefe aus Amerika gelesen welche sehr einladend waren, allein mit den Nachrichten in den öffentlichen Blättern stimmen sie durchaus nicht überein.“

Lehrer Roth schrieb im Dezember 1841 über das Wetter: „Der Winter war sehr kalt, der Schnee lag so dick, dass es fast nicht möglich war, von einem Ort zum anderen zu kommen. Selbst die ältesten Bewohner dieser Gegend wollen sich nicht erinnern können, je einen so strengen Winter erlebt zu haben. Der Frühling war am Anfang sehr angenehm, wurde aber später kalt und regnerisch. Der Sommer war, einige Tage abgerechnet, rau und stürmisch. Bemerkenswert ist der ungewöhnliche Orkan, welcher am 18. Juli in der hiesigen Gegend gewütet hat. Er war so heftig, dass er die stärksten Bäume entwurzelte, Dächer abdeckte und Häuser umriss. Der Herbst war zuerst rau und regnerisch, dann angenehm und trocken. Die Ernte der Winterfrüchte und der Futterkräuter war mittelmäßig, die der Sommerfrüchte und der Kartoffeln sehr gut. Kernobst sowie Zwetschgen gab es wenig, Kirschen ziemlich viel.“

Lehrer Göbel brachte 1846 folgendes zu Papier: „Noch verdienen einige wichtige Ereignisse, welche sich im Laufe des Jahres zugetragen haben, bemerkt zu werden: Sonntag, 21. Juni 1846 des Abends zwischen 9 und 10 Uhr zeigte sich am Himmel eine in ganz Deutschland sichtbare Feuerkugel (Meteor), dieselbe bewegte sich von Osten nach Westen und verlosch unter einem leisen Zischen (?). Einige Wochen später, nämlich am 29. Juli um 9 ¼ Uhr vernahm man einen einige Sekunden dauernden Erdstoß. Hier in Weiperfelden ist nicht ein Mann, welcher mit den eingeernteten Früchten bis Ostern des nächsten Jahres auskommt. Ja, schon viele haben jetzt schon allen Vorrat verzehrt. Verdienende sind auch keine hier. Woher nur Brot nehmen, wo im nächsten Jahr Saatfrüchte bekommen? Es ist wirklich eine bedenkliche Zeit.“

 Ein Jahr später, 1847, notierte Lehrer Göbel: „Die durch die Missernte im Sommer 1846 herbeigeführte Theuerung drückte im Frühjahr und Vorsommer dieses Jahres die hiesigen Einwohner sehr hart. Alle Lebensmittel waren bis Ostern verzehrt. Die Preise für Lebensmittel waren unerhört gestiegen. In Weiperfelden war wirklich Hungersnot. Es hat sich jedoch auch hier das Sprichwort bewährt: ‚Wenn die Not am Größten, so ist Gott am Nächsten. Mit Dank muss man es vermerken, wie seine Hoheit der Herzog sowie die hohe Landesregierung bemüht waren, arme Untertanen nach Kräften zu unterstützen.“

 Viele Seiten der Schulchronik berichten über Krieg. Hier sei nur der Bericht von Lehrer Möhl, der auch in Espa Schule hielt, über den 1. Weltkrieg wiedergegeben: „Wie im ganzen Vaterland, so wurde auch hier von den zwei Glocken eine am 30. Juni 1916 abgeliefert. Dieselbe wog 40 kg und war 1886 in Sinn gegossen worden. Diese Glocke war ein Geschenk von dem verstorbenen Peter Heuser. Ebenso wurden am 6. August 31 Zinnpfeifen der hiesigen Orgel im Gewicht von 35 kg vom Vaterland gefordert. Glocken und Pfeifen finden sicherlich zur Herstellung von Geschützen Verwendung.“

 Lehrer Hallmann (von 1938 bis 1940 Lehrer in Weiperfelden) und besonders der Lehrer Wilhelm Schüler (von 1940 bis 1941 Lehrer in Weiperfelden) hätten gute Kriegsberichterstatter abgegeben, denn sie schrieben sehr ausführlich über fast alle Kampfhandlungen. Diese will ich hier nicht abdrucken.

Von 1832 ab wirkte in Weiperfelden, das seit 1802 nassauisch war (bis dahin zu Hessen-Darmstadt gehörte) der schon gelegentlich genannte Lehrer Conrad. Er war 1811 in Griesheim, Amt Höchst geboren. Sein Schulinspektor Stöckicht aus Usingen bezeugte ihm bei jeder Prüfung, dass er nicht nur Lehrertalent besitze sondern auch fleißig und recht brav war. Aus diesem Grund erhielt er 1837 neben seinem kärglichen Gehalt eine Belohnung von 30 Gulden, die ihm halfen, einen lange gehegten Plan auszuführen. Sein Zwillingsruder, Lehrer Conrad zu Rod an der Weil und er unternahmen eine Reise in die Schweiz. Was heute nichts Außergewöhnliches ist, war damals ein großes Ereignis. Lehrer Rebholz ließ deshalb zur 100. Wiederkehr dieser Reise 1937 einen Bericht in die Butzbacher Zeitung setzen.

 Weiperfelder Lehrer in chronologischer Reihenfolge

Nachstehend sollen zur Erinnerung alle Personen aufgeführt werden, die in Weiperfelden an der Schule tätig gewesen sind: 

1697 ff Andreas Liebig 
1727 bis 1736 Johann Georg Panz
1736 bis 1745 Johann Georg Bollig
1746 bis 1749 Johann Konrad Sommerlad
1750 bis 1785 Moritz Buch
1785 bis 1790 Georg Christian Krausmüller
1790 bis 1803 Herr Gräulich
1803 bis 1820 Herr Weygandt
1820 bis 1823 Lehrer Seliger (Schule der Herzoglichen Landesregierung Nassau)
1823 bis 1825 Lehrer Christian Schmidt
1825 bis 1832 Lehrer Ludwig Wagner
1832 bis 1840 J. Heinrich Conrad
1840 bis 1844 Wilhelm Roth
1844 bis 1850 Gustav Göbel (von 1820 bis 1848 bestand die Industrie-Schule)
1850 bis 1851 Philipp Reichel
1851 bis 1853 Ludwig Kolb
1853 bis 1859 Louis Nohl
1859 bis 1863 Karl Zipp
1863 bis 1865 Herrmann Schäfer
1865 bis 1868 Heinrich Müller (ab 1866 Königlich Preußische Schule)
1868 bis 1870 Richard Scholl
1870 bis 1872 Adolf Althenn (auch Lehrer in Hasselborn)
1872 bis 1880 Emil Dietrich
1880 bis 1883 Konrad Stahl
1883 bis 1887 Wilhelm Schmidt
1887 bis 1891 Jonas Kohl
1891 bis 1894 Julius Schneider
1894 bis 1899 Herr Schliffen
1899 bis 1903 Herr Eckart
1903 bis 1906 Herr Schäfer
1906 bis 1912 Moritz Wendal
1912 bis 1914 Wilhelm Gail (1914 auch Bruno Petersen)
1914 bis 1918 W. Möhl (auch Lehrer in Espa)1918 bis 1919 Wilhelm Maurer
1919 bis 1920 Karl Schäfer
1920 bis 1935 Bruno Peters
1935 bis 1937 Karl Sippel
1937 bis 1938 Dr. Johann Rebholz
1938 bis 1939 Walter Hallmann
1939 bis 1940 Herr May (auch Lehrer in Cleeberg)
1940 bis 1941 Wilhelm Schüler (auch Lehrer in Brandoberndorf)
1941 bis 1945 Frau Arabin (auch Lehrerin in Espa)
1945 bis 1946 Frau Buck
1946 bis 1950 Frau Anna Oppolzer
1951 bis 1954 Hermann Aurich
1954 bis 1965 Hans Joachim Runge 

Die Quellen 

  • Diehl-Hessen: Darmstädtisches Pfarrer- und Schulmeisterbuch, Hassia sacra I, S. 288
  • Vogel: Beschreibung des Herzogtums Nassau, S. 840
  • Die Schulchroniken von 1820 bis 1911 und 1941 bis 1965
  • Das Niederschriftenbuch der Gemeinde von 1934 bis 1963
  • Protokollbuch der evangelischen Kirchengemeinde ab 1927